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  Aktuelle Hinweise für das Gespräch mit Ihrem Steuerberater   Aktuelle Hinweise für das Gespräch mit Ihrem Steuerberater   6 DIE MANDANTEN I INFORMATION Themen dieser Ausgabe  Erweiterte Kürzung bei Vermietung  Erfassung von Sonderbetriebsausgaben  Steuerbefreiung für Fahrtkostenzuschüsse  Bereitstellung von Brötchen und Kaffee  Weitgehende Abschaffung des Soli  Baukindergeld Handwerkerleistungen  Kein Spekulationsgewinn bei Enteignung Ausgabe Nr. 6/2019 (November/Dezember) Sehr geehrte Mandantin, sehr geehrter Mandant, nachfolgend haben wir in dieser Ausgabe wieder aktuelle Urteile und Neuerungen aus dem Steuer- und Wirtschaftsrecht für Sie zusammengestellt. STEUERRECHT Unternehmer Erweiterte Kürzung bei Vermietung von Betriebsvorrichtungen Die erweiterte Kürzung bei der Gewerbesteuer für grund- stücksverwaltende Kapitalgesellschaften wird nicht gewährt, wenn neben dem Grundstück auch sog. Betriebsvorrichtun- gen vermietet werden, d. h. Vorrichtungen, die unmittelbar der Ausübung eines Gewerbes dienen. Bei der Vermietung eines Hotels ist daher die Mitvermietung einer Bierkühlan- lage, von Kühlräumen und Kühlmöbeln für Theken- und Buf- fetanlagen gewerbesteuerlich schädlich. Hintergrund : Gesellschaften, die nur aufgrund ihrer Rechts- form oder ihrer gewerblichen Prägung gewerbesteuerpflich- tig sind, tatsächlich aber nur eigenen Grundbesitz verwalten und nutzen, können eine sog. erweiterte Gewerbesteuerkür- zung beantragen. Der Ertrag aus der Grundstücksverwal- tung und -nutzung unterliegt dann nicht der Gewerbesteuer. Relevant ist dies insbesondere für GmbHs und für gewerb- lich geprägte GmbH & Co. KGs, die Immobilien vermieten. Sachverhalt : Die Klägerin war eine GmbH, die ausschließ- lich ein Hotelgrundstück vermietete. Die Vermietung um- fasste auch eine Bierkellerkühlanlage, Kühlräume und Kühl- möbel für Theken- und Buffetanlagen; von der Pacht entfie- len 1,14 % auf diese Anlagen und Möbel. Die Klägerin machte die erweiterte Kürzung geltend, die das Finanzamt nicht anerkannte. Entscheidung : Der Bundesfinanzhof (BFH) wies die hierge- gen gerichtete Klage in letzter Instanz ab:  Die erweiterte Kürzung wird nur gewährt, wenn aus- schließlich eigener Grundbesitz verwaltet wird. Un- schädlich ist nebenher nur die Verwaltung eigenen Kapital- vermögens.

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